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Süd-Abitur
von Daniela Schraft | 14. April 2008
Kein Zentral-Abi, aber ein Süd-Abi: Fünf unionsregierte Bundesländer wollen ihre Schüler fortan zu einheitlichen Abi-Prüfungen antreten lassen, zunächst in Deutsch und Mathematik. Darauf haben sich Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt am Montag verständigt. Losgehen solle es 2012, sagte Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider (CSU). (Quelle: www.spiegel.de)
Nachdem das Zentralabitur bundesweit gekippt wurde, kommt jetzt also das Süd-Abitur. Ein guter Grund sich das Zentralabitur mal näher anzuschauen.
Meistens sind die Argumente, die in der Diskussion ausgetauscht werden, sehr subjektiv. Je nach dem welches System man kennt vertritt man dabei aber auch. Doch wenn man immer nach Chancengleichheit schreit und ein gerechtes Schulsystem fordert, sind vergleichbare Abschlüsse notwendig.
Gerade beim Übergang ins Studium hört man Baden-Württemberg und Bayern sich darüber beschweren, dass deren Reifeprüfung viel schwerer sei und somit nicht mit dem Abitur aus Bremen vergleichbar wäre. Einheitliche Abschlüsse könnten diese Argumentation zum Schweigen bringen.
Gerade in der Zeit des Bologna-Prozesses muss man in Deutschland darüber nachdenken, wie man die Zugangsvoraussetzungen zum Studium so gestaltet, dass ein Abiturient aus Berlin mit dem aus dem Saarland objektiv verglichen werden kann. Ein Zentralabitur kann dabei helfen objektiver zu werden. Es gibt zwar bis jetzt noch keine Lösung, wie man zu 100% objektiv Abschlüsse gestalten kann, aber dies ist zumindest der erste Schritt in diese Richtung.
Topics: Bildung |
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