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China vs. Tibet – Olympisches Vorspiel

von Daniel Hannebauer | 20. März 2008

 Das Jahr 2008 ist wieder Olympia-Jahr. Mit der Vergabe der Olympischen Spiele nach China wollte das internationale olympische Komitee dem asiatischen Land eine Plattform bieten, damit dieses in breiter Öffentlichkeit zeigen kann, dass Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, freie Meinungsäußerung auch im chinesischen Wortschatz existieren.

Die Olympischen Spiele beginnen zwar erst im Sommer, doch im Fokus der Weltöffentlichkeit steht China schon heute. Der Anlass um den es geht wird den Machthabern aus Peking jedoch sauer aufstoßen.

Seit geraumer Zeit protestieren tibetanische Mönche gegen das chinesische Regime für mehr Freiheit und Rechte. Proteste sind in einer Demokratie allgegenwärtig - Sie drücken den Missmut einer benachteiligten Gruppierung aus. Doch das chinesische Regime duldet diese Art der Meinungsäußerung in keinster Weiße. Die Protestanten sollen mundtot gemacht werden, damit die Weltöffentlichkeit nicht erfährt wie China mit Regimekritikern umgeht. Die Protestanten werden gedemütigt, verletzt oder sogar getötet. Ein krasser Verstoß gegen die Menschenrechte. Und damit dieses Thema nicht weltweit an  die große Glocke gehängt wird wirft China kurzerhand alle ausländischen Journalisten und Reporter aus dem Land - zum Selbstschutz dieser, versteht sich. Das Land will die Ausbreitung der unwürdigen Vorgehensweise des Militärs vertuschen, damit kein schlechtes Licht auf den Olympia-Austragungsort fällt.

Auf dem Weg zu einem Staat, welcher die Würde des Menschen achtet ist es für China also noch ein langer und steiniger Weg. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die vorzeitigen Quärelen nicht negativ auf dieses wunderbare und einzigartige Sportereignis auswirken werden.

Topics: Außenpolitik |

2 Reaktionen zu “China vs. Tibet – Olympisches Vorspiel”

  1. Benjamin Seiband Says:
    Am 21. März 2008 um 12:00 Uhr

    Doch was noch Interessant an diesem Thema ist:
    Sollte man Olympia in China absagen/boykottieren?

    Ich finde nein, denn würde man durch den Boykott nicht noch mehr Distanz zu China schaffen?

    Ich finde, das Sportereignis Olympia sollte nicht als Machtspielzeug der Staaten werden.
    Man sollte vielmehr versuchen, dass man durch Olympia an China herankommt.

    Gruß, Benjamin

  2. Lisa Lenz Says:
    Am 29. März 2008 um 14:25 Uhr

    Auch ich bin der Meinung das ein Boykott in keinster Weise das Problem hindern würde. Man würde durch einen Boykott lediglich den Sponsoren schaden, der Staat China wäre durch solch eine Entwicklung kaum von den Konsequenzen betroffen.
    China würde die Olympischenspiele trotzdem veranstalten, die bis zum heutigen Tage geflossenen Fördersummen kassieren und weiterhin Tibeter und anderer Minderheiten unterdrücken. Eine Verbesserung der Menschenrechte wäre durch einen Boykott kaum möglich, vielmehr schafft er nur Distanz. Distanz brauchen wir aber am wenigsten, denn hauptsächlich diplomatische Geschicke und der Streichung von Fördersummen, wie zum Beispiel die Entwicklungshilfe die Deutschland aus nicht einsehbaren Gründen an China zahlt, können zu einem Umdenken der chinesischen Regierung führen.

    Ciao’le

    Lisa

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