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Grundschulempfehlung - denen überlassen die dafür ausgebildet werden

von Daniela Schraft | 17. März 2008

„Eltern sollen entscheiden“ fordert der Kreisverband der SPD, wie in der heutigen LKZ zu lesen ist.

Wie soll das funktionieren?

Sehen sich Eltern die Leistungen ihres Kindes kritisch und objektiv an, zum Beispiel die Noten in den verschiedenen Fächern und sagen dann: „Mein liebes Kind du hast eine große Schwäche in Deutsch, Englisch ist auch nicht unbedingt dein bestes Fach. Es ist besser du gehst auf die Hauptschule, dort wirst du deinen Fähigkeiten entsprechend gefördert.“

Jetzt mal ernsthaft wer von uns würde das schon machen. Wenn man selbst darüber entscheiden kann, auf welche Schule seine Kinder kommen, dann gibt es doch nicht einen Menschen mehr in Baden-Württemberg, der sagt, dass die Hauptschule die beste Wahl sei.

Dabei gibt es sehr viele Hauptschulen, die eine optimale individuelle Förderung der Schüler bieten. Vor allem an der Klassengröße und dem wachsenden Ganztagesschulangebot ergeben sich Vorteile im Beheben von Leistungsdefiziten der Kinder.

Zurück zur Grundschulempfehlung. Bei den ganzen Debatten zur Dreigliedrigkeit und zur längeren Grundschulzeit sieht es doch so aus, dass nicht die Schulart entscheidend ist, welche Laufbahn ein Mensch einschlägt. Es gibt Untersuchungen in Bundesländern mit dem dreigliedrigen Schulsystem und Untersuchungen in Bundesländern mit Gesamtschulen. Es gibt auch Erkenntnisse in Bezug auf die Länge der Grundschulzeit.

Alles zeigt auf, dass wenn das Elternhaus einen besonders fördert oder eben gar nicht fördert, dies der entscheidende Faktor ist wie die Zukunftschancen des Kindes sind.

Deshalb sollten wir endlich aufhören darüber zu diskutieren, welches Schulsystem das Beste ist, oder wie lange die Kinder in der Grundschule verweilen sollen.

Wir sollten endlich damit anfangen Eltern so zu unterstützen, das Kinder ,egal aus welchem Elternhaus sie kommen, die gleichen Chancen haben.

Dabei hat sich herausgestellt, dass gerade ein (sinnvolles und pädagogisch fundiertes) Ganztagsschulangebot dabei hilft, die Kinder zukunftsfähig zu machen.

Seit der Einführung des achtjährigen Gymnasiums kann man die Durchlässigkeit des Schulsystems eigentlich zu den Akten legen. Allein durch das Erlernen zweier Fremdsprachen bereits in der fünften Klasse, verbietet es Kindern von der Realschule bzw. Hauptschule an das Gymnasium zu wechseln. Deshalb sollte man dringend wieder für mehr Durchlässigkeit sorgen, indem man die zweite Fremdsprache wieder in die siebte Klassenstufe verlegt.

Es gibt erstmal Wichtigeres zu tun, als die Diskussion über die Frage, wer entscheidet welche Schulart für ein Kind dir richtige ist. Zudem solange es keine standardisierten Tests gibt (die auch kritisch zu sehen sind) es immer eine subjektive Entscheidung sein wird. Es sind aber die Grundschullehrerinnen die dafür ausgebildet wurden (und werden) diese subjektiven Einflüsse auf ein Minimum zu reduzieren, so dass man halbwegsgesicherte Aussagen über die Leistungen der Kinder hat.

Topics: Bildung |

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