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Demokratischer Wahlk(r)ampf – mehr Schein als Sein?
von Daniel Hannebauer | 13. März 2008
Das Licht geht aus, Konfettiregen prasselt von Oben herab und die Meute gibt tosenden Beifall - wer hier eine Top-Band zu erahnen scheint hat weit gefehlt. Die Vereinigten Staaten von Amerika befinden sich im Vor-Wahlkampf. Während die Republikaner ihren Kandidaten für die Nachfolge George W. Bushs bereits gefunden haben, John Mc Cain, einen in die Jahre gekommen Vietnam-Veteranen, tobt bei den Demokraten die Schlacht zweier Kontrahenten um den Einzug ins Weiße Haus - natürlich müssten davor erst noch die Republikaner bei der Wahl ausgestochen werden, aber dies scheint inzwischen schon fast als selbstverständlich.
Auf der einen Seite steht für die Demokraten Barrack Obama. Er wäre der erste Farbige in der Geschichte der USA, welcher die Geschicke im Weißen Haus lenkt. Er hat die Sympathien der Afro-Amerikaner sowie der jüngeren Wählerschicht auf seiner Seite. Auf der anderen Seite steht Hillary Clinton. Ehemals First-Lady, Senatorin von New York, wäre die erste Frau im Oval Office.
So unterschiedlich beide Kandidaten auch sein mögen, steht für beide Demokraten fest: Wir holen unsere US-Soldaten aus dem Irak. Ein Thema mit dem man beim Großteil der US-Bevölkerung punkten kann. Der Irak-Krieg ist äußerst umstritten und hätte den amtierenden Präsidenten George W. Bush fast den Kopf gekostet. Was aber gibt es sonst noch für Punkte, die thematisiert werden? Nicht besonders viele! Der Kampf zwischen Hillary Clinton und Barrack Obama um die Kandidatur basiert viel mehr auf Selbstinszenierung und -profilierung. Wichtige Angelegenheiten wie der schwache Dollar, die schlechte wirtschaftliche und arbeitsmarktpolitische Situation sowie der Umweltschutz kommen kaum zur Sprache. Man darf also gespannt sein, was den Wahlkampfteams um Clinton und Obama zukünftig einfallen wird, um ihren Kandidaten noch medienwirksamer in Szene zu setzen. Große Entertainer sind beide, aber haben sie auch das Zeug dazu eine Weltmacht zu regieren?
Topics: Außenpolitik |
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